ÖZLEM KURTOGLU

KRIMINOLOGIN & APPROBIERTE PSYCHOLOGISCHE PSYCHOTHERAPEUTIN - VT

Ich freue mich, mich Ihnen vorzustellen. Mein Name ist Özlem Kurtoglu, und ich bin in einem sozialen Brennpunkt in Linden aufgewachsen. Diese Erfahrungen haben mir wertvolle Einblicke in die Lebensrealitäten vieler Menschen ermöglicht. Nach meinem Abitur in Hannover habe ich in Hamburg studiert und anschließend meine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin in Hamburg, Hannover und Magdeburg absolviert.


Durch Entschlossenheit und Engagement habe ich den Weg zur Fachpsychotherapeutin im Bereich Verhaltenstherapie eingeschlagen. Meine Leidenschaft für die Kriminologie hat sich im Laufe der Jahre intensiviert, und ich bin aktives Mitglied im KrimG. Es erfüllt mich mit Freude, in diesem bedeutenden Bereich zu forschen und an Tagungen sowie Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen.


Nach meinem psychiatrischen Jahr in einer Klinik sowie einem psychosomatischen Jahr in einer weiteren Einrichtung habe ich bereits während meines ambulanten Jahres therapeutische Erfahrungen gesammelt. Nun freue ich mich darauf, meine eigenen Patientinnen in unserer Praxis zu behandeln und sie auf ihrem Weg zur Genesung mit Empathie und Fachkompetenz zu unterstützen.

WARUM KRIMINOLOGIE?

Wie bereits erwähnt, wurde ich in Linden geboren und bin dort aufgewachsen, einem Stadtteil, der sowohl für seine lebendige Kultur als auch für die damit verbundenen Herausforderungen bekannt ist. Diese Umgebung hat es mir ermöglicht, von frühester Kindheit an die vielfältigen Facetten des Lebens hautnah zu erfahren.


Meine Schulzeit an der IGS-Linden war geprägt von Fragestellungen, die weit über den regulären Lehrplan hinausgingen. Bereits in jungen Jahren wurde ich Zeugin von Situationen, die viele Menschen – sowohl Kinder als auch Erwachsene – betroffen haben. Ich erinnere mich an meine ersten Gespräche mit der Polizei im Alter von acht Jahren – nicht aus Neugierde, sondern weil ich als Übersetzerin für meine Mutter fungierte, die sich mit großem Engagement für Kinder aus schwierigen Verhältnissen einsetzte. Ein Beamter riet mir damals, alles zu dokumentieren: Wer hat wann wo was getan? Diese Anweisung bildete den Grundstein meines ersten Projekts, das mehr als drei Jahre in Anspruch nahm und mich tief in die Strukturen der Jugendkriminalität eintauchen ließ.

In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass es häufig um weitreichendere Zusammenhänge ging – um die Hintergründe und Netzwerke, die den Handlungen der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie Erwachsenen zugrunde lagen. Es war eine schmerzhafte Erkenntnis, dass das Schicksal eines einzelnen Kindes oft nur einen kleinen Teil eines viel größeren Problems darstellt. Tragischerweise endete eines dieser Projekte mit dem Tod eines jungen Menschen am Ihmeufer – ein Moment, der mir eindringlich vor Augen führte, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und aktiv Veränderungen anzustreben.


Während meiner Jahre zwischen der fünften und zehnten Klasse begann ich, mich intensiver mit den Fragen des „Warum“ auseinanderzusetzen. Warum geraten Kinder in kriminelle Strukturen? Was treibt sie dazu, nachts auf den Straßen zu sein? Ist es der Migrationshintergrund oder das Fehlen einer stabilen Erziehung? Ich stellte mir Fragen über soziale Ungleichheiten und die unterschiedlichen Lebensrealitäten.

Gemeinsam können wir etwas bewirken

Hannoveranerin

Ich habe meine schulische Laufbahn in Linden begonnen. Zunächst besuchte ich die Grundschule in Linden-Süd, die Egestorffschule. Anschließend wechselte ich an die IGS Linden. Darauf aufbauend absolvierte ich meine schulische Ausbildung an der BBS Handel Hannover im Schwerpunkt Wirtschaft.


Von 2014 bis 2019 studierte ich an der Medical School Hamburg und erwarb dort sowohl den Bachelor of Science (B.Sc.) als auch den Master of Science (M.Sc.). Während meiner Approbationsausbildung im Bereich Verhaltenstherapie studierte ich parallel Rechtswissenschaften an der Fernuniversität in Hagen, um meine fachlichen Kenntnisse zu erweitern und zusätzlich juristische Perspektiven in meine Arbeit zu integrieren.

Automatismus

Neurologie: Eine Untersuchung zum Doubletask, bei der es darum ging, ob Menschen tatsächlich zwei Aufmerksamkeiten haben oder ob es sich nur um Automatismen handelt. Neurologisch betrachtet zeigt die Forschung, dass das menschliche Gehirn Schwierigkeiten hat, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen, da es sich auf eine Aufgabe konzentrieren muss, um effizient zu arbeiten. Dies führt oft zu einer verminderten Leistung bei beiden Aufgaben, wenn sie gleichzeitig ausgeführt werden – beispielsweise beim Autofahren und Telefonieren oder beim Sprechen und gleichzeitigen Beschäftigen mit anderen Aufgaben.

Manipulation

Neurologie und Forensik: Eine Untersuchung zur Faceadaption, bei der die Manipulation nicht-konfiguraler Gesichts-adaptationseffekte verglichen wurde. Dieser Effekt beschreibt, wie unser Gehirn Gesichter wahrnimmt und verarbeitet. Wenn wir wiederholt mit einem bestimmten Gesicht konfrontiert werden, kann dies unsere Fähigkeit zur Wiedererkennung verbessern. Diese erhöhte Wiedererinnerungsfähigkeit hat tiefgreifende Auswirkungen auf unsere kognitive Verarbeitung von Informationen und kann entscheidend sein für das Verständnis von Zeugenaussagen in forensischen Kontexten.

Opfer und Täter

Die Initiative „Gemeinsam gegen Stalking“ setzt sich für die Aufklärung und Bekämpfung von Stalking ein, einem ernsthaften Problem mit gravierenden Auswirkungen auf die Betroffenen. Ein zentraler Aspekt ist die Zusammenarbeit mit der Polizei, die durch Schulungen und Sensibilisierung darauf vorbereitet wird, Stalking-Fälle ernst zu nehmen. Die Initiative fördert den Austausch zwischen Betroffenen, Fachleuten und der Polizei, organisiert Informations-veranstaltungen und betont die Wichtigkeit der Dokumentation von Vorfällen. Zudem werden Schutzkonzepte wie einstweilige Verfügungen entwickelt, um den Opferschutz zu stärken. Ziel ist es, ein Netzwerk aus Unterstützung und rechtlicher Hilfe zu schaffen, um Stalking effektiv zu bekämpfen und den Opfern eine Stimme zu geben.